Erzgida-Demonstration in Aue (09.März)

Auf einen langen Bericht zum gestrigen Tag in Aue möchten wir verzichten, wollen aber nochmal kurz zusammenfassen.

An der Demonstration der Pegida Chemnitz-Erzgebirge nahmen laut Polizei etwa 700 Rassist_Innen teil. Ein Großteil davon natürlich viele Neonazis aus der Region.
Zur Kundgebung der Partei Die Linke am Altmarkt kamen etwa 150 Personen. In unseren Augen viel zu wenige.
Es hat uns doch erschreckt, dass so wenige den Aufrufen gefolgt sind, sich der rassistischen Hetze entgegen zu stellen.
Die Gründe hierfür reichen wohl von Desinteresse und Ignoranz bis hin zu purer Faulheit.
Am Ende sollte mensch sich aber nicht darüber aufregen, dass wieder einmal eine erzgebirgische Stadt „ihr Ansehen verliert“, wie es so viele immer erzählen. Schneeberg hat es vor gemacht, Aue macht es nach – Neonazis und Rassist_Innen marschieren durch die Stadt, die Einwohner_Innen sitzen zuhause vor ihrer Glotze und ignorieren gänzlich das Geschehen vor der eigenen Haustür.
Aber was reiten wir darauf herum, wir müssten es doch schon lange gewöhnt sein.

Zum Schluss noch ein paar Worte zum Konflikt mit der Polizei gestern Abend:
Die Polizeikräfte haben wieder mal gezeigt, was es heißt, sich in Sachsen antifaschistisch zu betätigen. 40 Demonstrant_Innen einzukesseln und diese gleichzeitig aufzufordern, den Platz zu verlassen, zeugt von ekelhafter Repression.
Da es anschließend zu umfassenden Identitätsfeststellungen seitens der Polizei kam, bei denen alle Anwesenden auch fotografiert und durchsucht wurden, weisen wir darauf hin, sich umgehend an die Rote Hilfe zu wenden, wenn Post vom Revier kommt. Wie immer gilt – Keine Aussagen machen, Maul halten und die Rote Hilfe kontaktieren!

Doch es war nicht alles schlecht. Wir danken allen, die mit uns versucht haben, die Demo zu stören und zu behindern, auch wenn es dieses Mal noch nicht ganz geklappt hat. Danke!